Rezension

"Jeder der Charaktere birgt seine eigene Geschichte, niemand vermittelt den Eindruck einer Schachfigur, die einfach nur gespielt wird. Und darin liegen die größte Stärke der Autorin sowie ihre einmalige Fähigkeit, die es ihr erlaubt, einen komplexen Kriminalroman zu schreiben, in welchen es nicht nur darum geht, wer der Mörder ist. Dadurch unterscheidet sie sich von anderen tschechischen Autoren, die Kriminalgeschichten wie am laufenden Band produzieren. Klevisová schafft es, eine breite Palette an unterschiedlichen Charakteren zu erschaffen." - František Cinger, Zeitung Právo

"Das Buch ist voller Rätsel, gleichzeitig jedoch auch voller Spuren, dank welcher man all die Verwicklungen auflösen könnte. Ich wage es jedoch zu behaupten, dass Ihnen dies höchstwahrscheinlich nicht gelingen wird. Und wahrscheinlich werden Sie nicht einmal dahinterkommen, was eine Spur ist und was nicht. Die Autorin legt, ähnlich der britischen Schriftstellerin P. D. James, großen Wert auf die Psychologie der einzelnen Charaktere. Übrigens, „Die Insel der grauen Mönche“ wird Sie vielleicht an das Werk „Wo Licht und Schatten ist“ erinnern, und Josef Bergman wird Ihnen in mehrerer Hinsicht wie Kommissar Adam Dalgliesh vorkommen. Und falls Sie solche Vergleiche lieben, dann sollte man im Zusammenhang mit diesem Buch auch die Königin der nordischen Kriminalromane, Camilla Läckberg, oder den Krimi „Öland“ von Johan Theorin erwähnen." - Veronika Černucká, www.severskedetektivky.cz

"Sie ist nicht an den blutigen Details interessiert, die viele ihrer ausländischen Kollegen gerne ausführlich darstellen, sondern vielmehr an den Reaktionen jener Menschen, die sich unmittelbar in der Nähe des Verbrechens befinden und dadurch mit dem Verbrechen auf eine bestimme Weise in Verbindung stehen. Sie ist an den Geheimnissen der menschlichen Seele interessiert. Dadurch hat sie sich vor Jahren bereits durch ihr Erstlingswerk - „Kroky vraha“ (Die Schritte des Mörders) - von den übrigen tschechischen Krimiautoren abgehoben. Kein Wunder, dass sie für ihren ersten Roman den prestigereichen Jiří-Marek-Preis erhielt, der von der tschechischen Zweigstelle der Internationalen Kriminalschriftstellervereinigung (AIEP) für den besten Kriminalroman des Jahres vergeben wird." - Ivan Matějka, Zeitung Literární noviny

„Mit ihren Erzählungen gelingt es Klevisová, den Leser zu berühren, sie schafft liebenswerte Höhepunkte und baut ihre Geschichten auf ganz normalen Situationen bzw. Einzelbildern auf; zugleich ist es ihr aber durchaus ein Anliegen, auch einen größeren Rahmen zum Einfassen einer umfangreicheren Geschichte zu zeichnen. Außerdem hat Klevisová einen wirklich ansprechenden Humor.“ - Klára Kubíčková, Tageszeitung „MF Dnes“

„... Klevisová orientiert sich in vielerlei Hinsicht an Agatha Christie, aber in ihren Texten vermeidet sie glücklicherweise unwahrscheinlich wirkende Meuchelmorde.“ ... „Unter Umständen wächst mit Michaela Klevisová eine weitere Autorin solide gemachter Krimis heran, die keinen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz zu scheuen braucht – Spitzenautoren spielen vielleicht noch in einer anderen Liga, aber zum besseren Durchschnitt zählt Klevisová allemal.“ - Pavel Mandys, Website „iliteratura.cz“

„Beim Lesen der Romane von Autorin Michaela Klevisová kann man festhalten, dass die Gesellschaft sowie auch die Autorin reif und bereit für den Weg unter die Oberfläche des tschechischen Verbrechens sind. Der gemeinsame Nenner aller drei Romane ist dabei nicht nur die Leichenschau, sondern auch die Betrachtung der Gesellschaftsneurosen der am Beginn des 21. Jahrhunderts frisch entstandenen tschechischen Mittelklasse. Ohne mehr als notwendig über die Hintergründe der Verbrechensaufklärungen zu verraten, kann man im Allgemeinen sagen, dass all diese Neurosen aus der Unruhe der Gesellschaft stammen, die bereits Einiges zu verlieren hat und sich zugleich nicht ganz sicher ist, ob das, was sie gewonnen hat, wirklich ihren Vorstellungen eines absoluten Glücks entsprich." - Tomáš Kafka, Tageszeitung Lidove noviny

„Auch beim zweiten Buch von Michaela Klevisová, die für ihr Debüt ‚Schritte eines Mörders‘ mit dem tschechischen Jiří-Marek-Preis ausgezeichnet wurde, handelt es sich um eine gelungene Kriminalgeschichte... Die Aufklärung des Verbrechens erfolgt mit dem wünschenswerten Überraschungseffekt, bleibt dabei aber dennoch glaubhaft.“ - Magdaléna Čechlovská, Tageszeitung Hospodářské noviny

„Es ist keinerlei Wunder, dass diese alles andere als alltägliche Geschichte – die auf einem psychologisch durchdachten Fundament basiert, in einer erfrischenden Sprache verfasst ist und den Leser bis zuletzt über die Identität des Mörders im Unklaren lässt – beim Prager Motto-Verlag erschienen ist. Gerade dieser Verlag hat es sich neben der Veröffentlichung von Werken bereits etablierter Autoren und Autorinnen in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht, den einheimischen Lesern hierzulande noch unbekannte, aber durchaus spannende Autoren wie Helene Tursten, Deborah Crombie oder Lee Harris nahezubringen.“ - Ivan Matějka, Wochenendbeilage „Víkend“ der Tageszeitung „Hospodářské noviny"